März 8, 2025

Der Besuch bei Robert Bwajengue

Traditioneller Kaffeeanbau mit Herz und Handarbeit

Der Besuch bei Robert Bwajengue

08. März 2025

Robert ist Kaffeebauer in den Hügeln von Manafwa im Südwesten von Uganda an der Grenze zu Kenia. Sein Sohn Ivan, den wir vor 2 Jahren das erste Mal trafen, bringt uns dorthin.

Robert hat ungefähr vier Acres, ca. 16.000m2 Land mit Kaffee bestellt. Der Ertrag von rund 1200 kg richtet sich stark nach Niederschlag und Düngung aus, wobei er aufgrund seiner bioorganischen Anbauweise auf ca. 50% Ertrag gegenüber industrieller Düngung verzichten muss.

Wir marschieren mit ihm den beschwerlichen Weg hinauf auf den Hügel. Er erklärt uns, dass der momentan wunderschön blühende Seidenbaum eine wichtige Beipflanzung zum Kaffee auf dem Feld ist. Er spendet einerseits wichtigen Schatten und trägt mit seinen vielen Blüten und Blättern einen bedeutenden Beitrag zur Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen bei. Aber auch reichtragende Mango- und Avocadobäume mischen sich unter die Kaffeepflanzen. Der Blick von den Hängen über das Land ist ein Traum.

Robert erklärt uns, dass er die gelbrötlichen Kaffeekirschen zunächst mit einer Handmühle aufreißt und anschließend fermentieren und trocknen lässt. Danach demonstriert er uns, wie er mit einem kleinen Holzofen die noch grünen Kaffeebohnen unter ständigem Rühren röstet. Immer 2 kg auf einmal für ca. 30 Minuten. Er legt immer wieder Holzstöckchen in den kleinen Ofen nach. Ein herrlicher Duft macht sich breit. Bei der Wärme wird das Rösten und dem ständigen Rühren zu einer beschwerlichen Arbeit.

Im Hintergrund verstauen unser Fahrer und ein Helfer den Jahresbedarf der DATAKOM an Bio-Kaffee in unseren Wagen. Wir freuen uns, dass wir so direkt einen Bauern in Uganda unterstützen können, dessen Traum eine Röstanlage wäre, wenn sie nicht so teuer wäre.

Und natürlich freuen wir uns auf diesen hervorragenden Bio-Kaffee. Wenn wir wieder zuhause sind.

NEWS & EVENTS